Künstlerübersicht | Biographie Prof. Enst Fuchs

 

Prof. Ernst Fuchs

Prof. Ernst Fuchs13. Februar 1930 in Wien geboren

1946 bis 1950: Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Erste 1949 erste Einzelausstellung in Paris, wohin er 1950 übersiedelte. Es folgten bis 1956 Reisen nach Amerika, Italien, Spanien und England.

1957: Längerer Aufenthalt und Ikonenmalerei im Dormitio-Kloster am Berg Zion (Israel).

1961: Dritte Heirat in Paris

1962: Rückkehr nach Wien

1966 erhielt er in Wien eine Professur. Er zählt zu den Gründern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

1972 erwarb er die Otto-Wagner-Villa und begann dort mit der Brunnenanlage Nymphäum Omega mit der Verwirklichung seiner architektonischen Vorstellungen. Das renovierte Gebäude dient heute als „Privatmuseum Ernst Fuchs“ und Veranstaltungssaal.
Seine anfänglich surrealistischen, später manieristischen Werke weisen häufig eine religiöse oder mythologische Symbolik auf. Nach den Aussagen in seinem Buch „Architectura Caelestis“ fußen viele seiner Motive in visionärer Erfahrung. In Paris entstehen, beeinflusst durch die flämische Malerei, zahlreiche ikonographische Arbeiten. Drei dieser Werke bilden später das Altarbild der Rosenkranzkirche in Wien-Hetzendorf.

Aus den 1970er-Jahren stammen Skulpturen und einige Opernausstattungen (Parsifal und Die Zauberflöte in Hamburg, Lohengrin in München). Mozarts Zauberflöte sollte er 1996 nochmals ausstatten. Ebenfalls noch in den 1970er-Jahren entstehen Lyrik und philosophische Essays.

Fuchs singt und spielt mystisch inspirierte Schallplatten ein, u. a. die Alben „Von Jahwe“ und „Via Dolorosa“, und arbeitet immer wieder auch mit Musikern zusammen, wo er ebenfalls als Sänger seine spirituellen Motive umsetzt. So z. B. das Album „Aphrica“ mit Klaus Schulze (1983), das er später mangels künstlerischer Übereinstimmung zurückzieht. Weitere Zusammenarbeit u. a. mit Chris Karrer von Amon Düül II im Jahr 1994 sowie Veröffentlichung der DoCD „Mystische Gesänge“.

In den 1990er-Jahren ist Fuchs verstärkt als Architekt tätig (St.-Jakob-Kirche in Thal bei Graz, Hotelanlage in St. Veit an der Glan), wobei er besonders durch die Verwendung kräftiger Farben auffällt.

Moderne Werke von Fuchs, die bis in die Gegenwart auf biblische, mystische oder astrologische Motive gründen, waren seit den 1980er Jahren auf Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Japan, Russland und weiteren Ländern zu sehen.

1990: Ernst Fuchs wird als Ritter in den Alexander Orden pour le Mérite für Wissenschaft und Kunst aufgenommen.

1987: porträtierte Ernst Fuchs Falco. Der Dialog, den die Beiden während des Malens führten, wurde aufgezeichnet und anlässlich des 50. Geburtstages von Falco im ORF ausgestrahlt.

2005: porträtierte der Regisseur und Produzent Jürgen Haase Ernst Fuchs in dem Dokumentarfilm „Mit den Augen der Seele“. Straßensänger und Kaiser wollt' ich werden.

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