Künstlerübersicht | Biographie Günther Schafellner
Günther Schafellner
Die Herausforderung gedachtes oder gesehenes, malerisch oder in einer Zeichnung darzustellen, beschäftigt mich seit frühen Jugendjahren. In dieser jahrelangen, kontinuierlichen und bis 2007 im Eigenstudium erfolgten Auseinandersetzung, die mich in verschiedensten Themen und Techniken probieren, wildern, verzweifeln und mit Zufriedenheit arbeiten hat lassen, haben sich doch die Schwerpunkte meines künstlerischen Schaffens in der Graphik, Aktmalerei, in der dem Expressionismus angelehnten Ölmalerei, sowie der Radierung ergeben. So wie man nicht aufhört, bereits erlernte Sprachen zu sprechen sobald man sich eine weitere aneignet, ist es für mich wichtig, mich mit den verschiedenen Möglichkeiten der bildnerischen Darstellung immer wieder aufs neue und unabhängig von gesellschaftlichen Strömungen zu beschäftigen.
Die Reduktion ist mir wichtig, um unsichtbares sichtbar oder spürbar zu machen, ohne aber ins rein Informelle abzugleiten. In meinen Landschaftsimpressionen, meinte einmal Prof. Dr. Dr. Leopold Kogler, finden sich Analogien zum Expressionismus. Künstler aus dieser Kunstrichtung animieren mich zu diem Oeuvre. Ich sehe es aber als unbewusstes Geschehen , dass ich mich genau damit beschäftige.
Die Zeichnung selbst, bzw. das ständige Zurückkehren zu dieser Handschrift, ist ein wichtiger Schritt den ich beachte. Sie ist zum einen der freiere, der spontanere, der mutigste und auch ein sehr erfindungsreicher Herstellungsprozess. Der einzelne Strich verlangt aber auch Disziplin in seinem Entstehen und ist für die Handschriftlichkeit verantwortlich, die einen Zeichner erkennbar machen. Diese Disziplin wiederum benötige ich, wenn ich mich an die Radierung heranwage.
Seit 2006 setze ich mich mit der Radierung auseinander, in der Kaltnadel, Linienätzung, Aquatinta und Absprengtechnik. Die Geduld die der handwerkliche Prozess abverlangt, ist wohl die größte Herausforderung und oftmals ein längerer Werdegang. Eine Zink oder Kupferplatte ritzen oder mehrmals in Säure ätzen, einzufärben und zu drucken, ist nie endgültig erlernt. Die Neugierde die dabei entsteht, ist einer der Gründe warum ich mich auch dieser alten Technik zuwende. Der hervorragende Steyrer Druckgraphiker Erich Fröschl, hat mich dazu zutiefst inspiriert.
Seit 2007 besuch ich ein außerordentliches Studium bei Prof. Dietmar Brehm an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Diverse Einzel und Gemeinschaftsausstellungen in Steyr, Linz, Salzburg, Schloß Ulmerfeld, Schloß St.Peter/Au, Blau- Gelbe Viertelsgalerie Weistrach, Waidhofen/Ybbs Pilsting/Deutschland, Verona.
Weitere Informationen
Stadt Haag /NÖ
Tel.: +43 (0) 7434 / 43808
g.schafellner@gmx.at
